Inzwischen ist es Tradition in unserer Fix-Hof Solawi: Das Sauerkraut einschneiden im Dezember zum Jahresabschluss. Zahlreich waren sie dabei, unsere Mitmacher:innen, auch wieder vom Verein Solawi Mannheim-Ludwigshafen, um sich mal wieder zu sehen, ins Gespräch zu kommen, Spaß zu haben – und natürlich um die Sauerkraut-Töpfe zu füllen.
Zuerst haben wir einen Tisch aus Kisten improvisiert und die „Arbeitsstationen“ passend zum Ablauf eingerichtet. „Wie war das noch letztes Jahr?“ 🙄



Wichtig beim Einschneiden ist es, das Kraut gründlich zu putzen, das heißt von allen braunen Stellen zu befreien. Hier kann man ruhig großzügig arbeiten und eher ein Blatt mehr wegnehmen als dann später feststellen zu müssen, dass das ganze Fass eingemachtes Kraut davon in Mitleidenschaft gezogen wurde und nicht mehr genießbar ist. Nicht vergessen, den Strunk zu entfernen, dieser macht das Kraut nämlich bitterer.
Und dann: Hobeln hobeln hobeln……




Und so sieht das in echt aus:
Wenn die Kiste voll ist, geht es weiter zum Einfüllen in die Sauerkraut-Töpfe. Zuerst eine gute Handvoll Kraut nehmen, rein in den Topf, Salz darüber streuen und dann noch etwas Kraut hinzugeben, damit das Salz im Topf und nicht am Stampfer hängen bleibt. Und nun kräftig stampfen, aber nur solange, bis Wasser aus dem „gebrochenen“ Kraut austritt. Wichtig: Aufhören, bevor es zu Brei wird 😄



Die harte Arbeit verlangt Stärkung! Wie schön, dass so viele Mitmacher:innen etwas mitgebracht haben, z.B. leckere Butterbrezeln. Danke!

Wir haben es geschafft, die Holzkiste mit den Spitzkohlköpfen ist leer! Zum Schluss geht’s dann noch ans Aufräumen, während das letzte Kraut gehobelt wird – bei uns wird alles verarbeitet!

Zu guter Letzt ein großer Dank an unserer Krauthobler! Diese hatten es mit dem Spitzkohl nämlich gar nicht so einfach, da er viel zarter ist und weniger dicht wächst wie Weißkohl, das macht das Hobeln umso aufwändiger!
Übrigens: Der Spitzkohl, den es dieses Jahr gibt, ist etwas milder und besser verdaulich als der runde Weißkohl. Er wird auch für das berühmte Filderkraut eingeschnitten, das seinen Namen von den Fildern hinter Stuttgart hat, wo der Spitzkohl eigentlich her kommt und angebaut wird.
Wer mehr über das sogenannte Schwabenkraut wissen möchte, kann in diesem Artikel weitere Infos finden. Für das Filderkraut wird sogar jedes Jahr im Oktober ein eigenes Fest veranstaltet! Wir hatten dafür unser kleines Fest heute zum Jahresabschluss.
Und in drei bis vier Wochen gibt es dann frisches Sauerkraut!

