Bei bestem Wetter und einem Standplatz unter Schatten spendenden Bäumen hatten wir einen tollen Tag im Luisenpark mit vielen interessanten Gesprächen mit Klein bis Groß.


Auf Einladung der Grünen Schule im Luisenpark Mannheim, bei der auch eine unserer Mitmacherinen, PaulaE, arbeitet („dem besten Arbeitsplatz der Welt“, wie wir erfahren haben), nahmen wir dieses Jahr zum ersten Mal am Tag der Insekten teil.
Es gab 25 Stände zu besichtigen und die Besucher:innen hatten ihre liebe Mühe, alles abzulaufen. Aber das Interesse blieb bis in die Nachmittagsstunden hoch. Die meisten waren mit ihren Kindern (und passenden Bollerwagen) unterwegs und viele kamen auch von außerhalb (Saarbrücken, Karlsruhe, Bammental etc.) – so groß ist die Strahlkraft des Luisenparks.
Es gab auch viel zu sehen und zu basteln: Neben uns war die sog. Insektenbaustelle, bei der die Kinder mit lustigen Dingen ein Insekt zusammenbauen konnten, was sich großer Beliebtheit erfreute. Es gab dazu eine Hüpf-Olympiade, Nisthilfen für Wildbienen, ein insektenfreundlicher Staudenverkauf, Insektenmusik (!) oder auch die Imkersprechstunde vom Bienenzüchterverein. Und noch vieles mehr, aber das lässt sich hier jetzt nicht alles aufzählen. Kommt einfach das nächste Jahr vorbei und seht es Euch selber an!

Blütenmischung zum Mitnehmen und heiteres Gemüseraten
Wir hatten einen Eimer voll mit der sog. Biodiversitätsmischung dabei (Bild unten links, mehr dazu hier klicken) und die Besucher:innen durften sich dann eine Handvoll abfüllen, was in etwa für einen Quadratmeter Insektenwiese reicht. Das zog reges Interesse auf sich, besonders bei den Kindern, die beim Abfüllen das haptische Erlebnis, die Samen in den Händen zu spüren, sichtlich genossen und ganz erpicht darauf waren, sie sich auch selbst abfüllen zu dürfen – wobei die Eltern dem eigentlich in nichts nachstanden.


Die Kinder hatten einen sog. Laufzettel dabei und wenn sie acht Stempel zusammen hatten, bekamen sie von der Grünen Schule eine Überraschung. Entsprechend motiviert trauten sich auch die eher schüchternen Kinder an den Stand und fragten neugierig: „Was können wir hier tun?“ Bevor wir ihnen den heiß ersehnten Stempel gaben, mussten sie noch die verschiedenen Gemüse raten, die wir auf dem Tisch verteilt hatten (Bild rechts).
Tomaten und Salat erkannten die meisten, Rotkohl oft auch, seltener die Aubergine. Viele verwechselten Zucchini mit Gurken. Staudensellerie und vor allem Rote Beete erkannten die wenigsten, wobei Rote Beete bei Kindern an sich sehr beliebt zu sein scheint. Bei den Mairüben versagten oft auch die Erwachsenen, zumal sie im Juli schon fast so groß waren wir Zuckerrüben.
Interessante Gespräche
Das Standkonzept mit der Darstellung der Lebensräume der Insekten auf dem Acker, beispielsweise im Totholz-Stapel oder in den Blühstreifen am Feld, hat gut funktioniert (siehe Bilder unten, zum vergrößern klicken). Und sie hat nach Aussagen der Organisatorinnen von der Grünen Schule die Veranstaltung sehr bereichert. Das freut uns, weil eine funktionierende Artenvielfalt auf dem Acker ein großes Anliegen und auch Freude für Klaus ist und es ist schön, wenn man diese Freude teilen kann.






Bemerkenswert fand ich, wie viele das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft an sich kannten und teils auch konkreter damit vertraut waren. Zum Beispiel kannten sie es von Freunden, die bei einer Solawi bereits mitmachen, auch außerhalb Mannheims. Oder sie hatten es eben im Laufe der Zeit aufgeschnappt und es ist hängen geblieben.
Man hatte manchmal den Eindruck, man rennt offene Türen ein, wobei viele erst einmal einen Flyer mitnahmen, um sich weiter zu informieren. Also mal sehen, ob wir neue Mitmacher:innen gewinnen konnten (hier spricht der Skeptiker statt des Optimisten 🙄 ).
Alles und alle waren sehr lebendig und das hat einfach Spaß gemacht, auch wenn uns dann am Nachmittag so langsam die Puste ausging. Es wurde recht schwül und auch die Leute waren weniger in „Quassellaune“. Wir blieben noch eine Weile, während die ersten Besucher:innen leicht hitzegeschädigt schon Richtung Ausgang gingen.
Vielen Dank nochmal an Grit Ernst und Ursula Jünger sowie PaulaE von der Grünen Schule für die prima Organisation. Alles hat super gut geklappt und das war schon im Vorfeld eine echte Erleichterung (Wer mal bei einer größeren Veranstaltung oder Messe dabei war, weiß sicher, wovon ich spreche.) – Wir fühlten uns sehr willkommen!
Danke auch an unsere Mitmacher:innen PetraR und ElisabethD für die Unterstützung am Stand!
Euer Markus

